Advent, Besinnung und der Tod

5878a693-m-neu

Sehr kurze Tage, sehr lange Nächte, Stille, Dunkelheit, Kälte… Eine Jahreszeit, die vielen von uns verhasst ist, die uns fast zur Stille zwingt, zu sich finden, viel Schlaf, Ruhe erlangen.

Alle Jahreszeiten haben ihre Berechtigung, ihren Sinn. Besonders für die sehr Aktiven von uns, die kaum still sitzen können, wie so manche männliche Exemplare 😉 ist es ratsam auch mal die Stille zu leben und zu genießen. Laut Hr. Rüdiger Dahlke sind ja die meisten Alterserscheinungen wie der Verlust des Gehörs und Beeinträchtigungen des Bewegungsapparates genau dazu da, den immerzu Aktiven noch dazu zu bringen mal in sich zu gehen, weil dies auch gelebt werden muss.

Im Winter stirbt scheinbar vieles in der Natur, in Wahrheit legt es sich schlafen und bereitet sich für neues vor. In diesem Sinne möchte ich gern heute über ein Thema schreiben, welches mir sehr am Herzen liegt, der Tod:

Vor einigen Jahren wurde Anfang Dezember bei meinem Vater eine tödliche Krankheit diagnostiziert. Ohne Chance auf Heilung oder Besserung. Er hatte höchstens noch 6 Monate zu leben. Für uns war das alle ein großer Schock. Bis dahin war meine größte Angst der Tod, ich hasste es einen Leichenwagen zu sehen, ich konnte so gar nicht damit umgehen.  Dank meinem Papa lernte ich nun den Sensenmann zu akzeptieren, als Gefährten zu sehen und nicht als schrecklichen schwarzen Unbekannten.

Mein Vater wollte zu Hause bleiben und auch dort sterben. Erst wollte unser Verstand nicht akzeptieren- im Krankenhaus würde er wohl länger am Leben bleiben, außerdem muss man sich dann selbst nicht so sehr damit befassen. Wir scherzten noch mit Papa, ob er Weihnachten wenigstens noch mit uns feiere und er stimmte zu. In den Weihnachtsferien dann konnten wir auch zu Hause sein und Mama unterstützen, denn mit Papas Gesundheit ging es  bergab. Heiligabend und am ersten Weihnachtsfeiertag raffte er sich noch auf  um wie versprochen mit uns zu feiern. Danach war er meist im Bett. Er aß kaum etwas und wir alle, Mama, meine Schwester, mein Sohn und ich verbrachten viel Zeit mit ihm am Sterbebett.

Papa hatte sein Leben gelebt… er hat immer geraucht und auch den Alkohol nicht gemieden. Er meinte immer er möchte sein Leben gerne kurz aber dafür intensiv leben. Er hatte zum Zeitpunkt der Diagnose schon viel gemistet, ich denke er hat es schon gespürt. Dieses Wissen, daß er in Frieden von dieser Welt geht war für mich eine sehr heilende Erfahrung. Er hat sich nicht gewehrt… er hatte es geschehen lassen. Papa ist am Silvestertag in seinem Bett zu Hause gestorben. Die 2 Tage zuvor war er schon nicht mehr ansprechbar. Er wollte uns wohl frei ins neue Jahr entlassen. Dieser Frieden im Zimmer, in seinem Gesicht, das alles entsprach nicht meiner Angst vor dem Tod…. Es änderte Alles!

Ja sicher waren wir mehr als traurig, so viel Tränen wie ich damals vergossen habe. Aber wir waren traurig weil er scheinbar nicht mehr bei uns war. Ich wollte noch so viel mit ihm reden, erleben, ihn um mich haben, seine Unterstützung. Aber der Tod selber, nein er ist nicht böse!

Die Monate danach hab ich viele Bücher gelesen, über Nahtoderfahrungen und Ähnliches. Ich habe gemerkt dass bei uns irgendwas sehr falsch läuft mit diesem Thema. Es wird todgeschwiegen,  schwarz getragen, Kinder werden davon ganz fern gehalten. Natürlich bekommt man dann Angst vor diesem unbekannten „Unheilbringer“.

Es gibt Länder da wird mit dem Thema viel natürlicher umgegangen. Alte Menschen spüren, bevor es soweit ist, laden Freunde und Verwandte ein um die letzten Tage mit ihnen zu verbringen, sich zu verabschieden und ja auch zu feiern! 🙂

Auch hab ich damals für mich die Sicherheit gefunden, daß es nach dem Tod nicht aus und vorbei ist. Es bleibt was, die Seele existiert. Es gibt auch viele Beweise für die Wiedergeburt, was mein Gefühl und meine Intuition bestätigte. Und ich habe gelernt,  jedes Leben dient unserer Weiterentwicklung. Nichts lernt man hier umsonst, alles bleibt. Und somit hat hier für mich alles einen Sinn. Yes! 😉

Und jetzt hören wir auf Novemberwetter-Trübsal im Dezember zu blasen, zünden uns ein paar Kerzerl an, schicken a paar Busserl an die Geliebten die nicht mehr unter uns weilen, machen Tee, backen Kekserl, hören Weihnachtslieder, legen uns in die Badewanne, lesen, meditieren oder faulenzen einfach :).

Lasst uns diese schöne stille Zeit voll und ganz auskosten und zelebrieren….Wunderschönen 3. Advent euch  allen!

Advertisements

Mantras Singen

53b31898-m

Kannst du singen?

Ich behaupte mal jeder kann singen!

Nur in unserer Leistungsgesellschaft wird das wohl nicht immer so gesehen!

Singen öffnet unser Herz und oft auch das der Zuhörer, es verbindet uns mit dem Rest der Welt. Es lässt uns Emotionen besser spüren, Trauer, Verzweiflung, Wut darf intensiv dasein und dann gehen. Schöne Gefühle wie Freude und Liebe werden verstärkt.

Singen vertieft die Atmung, erhöht die Herz – Kreislauf Fitness, bringt die Hormone auf Trab (macht uns daher glücklich) und stärkt das Immunsystem.

Singen verbindet doch irgendwie Kulturen, kann man sagen es ist unsrer aller „Muttersprache“?

Speziell möchte ich euch heute über meine Mantra-Singgruppen-Erfahrung berichten.

Ich selbst singe ja gerne, spiele auch Gitarre aber normalerweise nur in meinen 4- Wänden. Sehr schade, Hinderungsgrund wieder mal nur das fehlende Selbstbewusstsein ☹. Das ändern wir 😊! Meine Gruppe findet in einem größeren Raum in einer Pfarre statt. Der Organisator/ Sänger/ Begleiter ist ein sehr lieber angenehmer Bekannter von mir. Er nimmt immer viele Kerzen mit, um eine wundervolle Atmosphäre zaubern. Zusätzlich gibt es einige Kannen diverse Tee´s (Chai-Latte, Kräuter, ja sogar Hanftee gabs).

Wir Teilnehmer (ca. 30 – 40 sinds schon meist) machens uns im Kreis um die Kerzerl am Boden, Sitzkissen, Yogamatten usw. gemütlich, viele haben auch Decken mit. Wenn man öfters kommt, entdeckt man bekannte Gesichter aller Altersgruppen, es sind aber auch jedes mal neue dabei.

Dann geht’s endlich los, Paul stimmt die Lieder an und begleitet uns mit Gitarre oder Shruti-Box. Liedermappen sind vorhanden. Aber noch besser man spürt die Lieder, nach einigen Wiederholungen singt man mit dem Herzen mit. Die Lieder/ Chants/ Mantras kommen aus verschiedenen Kulturen (Heimatlieder, englisch oder Sufi Lieder), allesamt vom Text her äußerst positiv, viele von Paul selbst komponiert. Um einige Liedernamen zu nennen: „Schläft ein Lied in allen Dingen“, „Om Shanti Om“, „door of my heart“, „I bin so daham“.

Wie geht’s mir dabei?

Die Verunsicherung ist bald dahin, aufgrund der liebevollen Stimmung und netten Menschen. Außerdem kann/ soll man sich zwischendurch auch hinlegen und nur lauschen. Kein Zwang nichts. Erst hab ich mehr zugehört, aber immer mehr wollte meine Stimme mitmischen und tat das bald und ohne Scham – wundervoll! Aber das Beste war diese unglaubliche Energie in dem Raum in dem verschiedenste Menschen die gleichen positiven Klänge aussenden. Und vor allem diese Vibration in jeder Faser meines Körpers deutlich spürbar. Die Vibration, die noch kurz nachhallt nachdem das Lied vorbei ist. Also dem trau ich so einiges zu, ja das heilt und so spürbar wie das in meinem Körper war sicher nicht nur die Seele!!!

Die ersten 2 Stunden vergingen im Flug, ich konnte es kaum glauben. Auch die Male danach waren ähnlich intensiv. Und ja ich bin in der Hinsicht selbstbewusster, ich hab seitdem sogar mal auf einer Geburtstagsfeier mit 40 Leut gesungen, zwar nur Gstanzln, aber ich war megastolz 🙂 !!!

Als Ausgleich für Pauls Zeit, gibt man am Ende eine freiwillige Spende in eine Box, aber er freut sich auch unheimlich über gesundes selbstgemachtes! Ich verlinke euch hier mal die Seite von Paul, er ist in Salzburg, Henndorf und Berchtesgaden mit Mantras Singen, Klangreisen und Obertonkonzerten unterwegs.

http://www.paulfreh.at/musik/mantras-chants-mitsingen/

„Wenn einer aus seiner Seele singt, heilt er zugleich seine innere Welt. Wenn viele aus ihrer Seele singen und eins sind in der Musik,heilen sie auch die äußere Welt“ (Yehudi Menuhin)

Ayurvedische Rituale

69423454-m-klein-4

Ich habe einige Schönheits-/ Gesundheitsrituale aus dem Ayurveda in meinen Alltag übernommen, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Ayurveda wörtlich übersetzt „Wissen vom Leben“ ist eine indische Heilkunst, die in Asien viele Anwender hat.
Im Ayurveda unterscheidet man 3 Doshas (Lebensenergien) in die man die Menschen einteilt. Darauf möchte ich gar nicht genauer eingehen, sondern Rituale für alle Konstitutionstypen aufzeigen.
Zungenreinigung: Morgens gleich nach dem Aufstehen mit einem speziellen Zungenschaber oder einen umgekehrten Löffel 3 – 4 mal von hinten nach vorne über die Zunge schaben. Besonders auf den hinteren Teil der Zunge achten. Belege und Bakterien werden entfernt, die Zunge wird rosig und Mundgeruch kann behoben werden.
Ölziehen: Nach der Zungenreinigung, aber noch bevor man was trinkt kann man dann Ölziehen.  Man nimmt einen Teelöffel kalt gepresstes Bio- Öl seiner Wahl (Kokosöl, Sesamöl, Sonnenblumenöl) in den Mund und belässt es dort für 15 – 20 Minuten, zieht es hin und her, lässt es in Bewegung. Danach spuckt man es am besten in eine Küchenrolle um die Gifte nicht in den Wasserkreislauf zu lassen. Mit warmen Wasser ausspülen und dann wie gewohnt Zähneputzen. Ölziehen ist ein wirksames, auch von meiner Mundhygiene-Zahnarzt-dame bestätigte Methode zur Verbesserung der Mundgesundheit (gegen Mundgeruch, Karies und Zahnfleischentzündungen), aber auch der gesamte restliche Organismus wird durch die entgiftende und antibakterielle Wirkung entlastet.
Zähneputzen: Gerade teste ich eine ayurvedische Kräuterzahnpasta mit Kräutern wie Nelkenöl, Neem und Ingwer. In der Verwendung sehr ungewohnt, weil sie erstens für uns eine ungewohnte Farbe hat (dunkelbraun) und auch nicht schäumt. Wir sind natürlich den Schaum und das weiß gewohnt und glauben dadurch reinigt es intensiver, was natürlich auch ein Irrglauben ist. Der Geschmack ist sehr angenehm trotzdem wechsle ich ab.
Ölmassagen: Mit kalt gepressten Kokosöl, Mandelöl, Sesamöl oder Olivenöl den gesamten Körper einmassieren, mit streichenden und kreisenden Bewegungen, Fusssohlen nicht vergessen, ca. 10 -15 Minuten einwirken, danach abduschen. Ölmassagen beleben den gesamten Körper, regen die Verdauung an und beugen Krankheiten vor.
Nasenöl: (spezielles oder auch Sesamöl) Auch das liebe ich, einen Tropfen in jedes Nasenloch, reinigt Nebenhöhlen (soll Sehkraft, Stimme und Gedächtniss verbessern ;)).
Abgekochtes Wasser: Morgens bevor man was isst, ein Glas abgekochtes Wasser, eventuell mit einem Spritzer Zitrone, ab und an mit Ingwer trinken, tut unglaublich gut und regt die Verdauung an. Warme Getränke sind im allgemeinen zu bevorzugen.
Bewusst Essen: Sich Zeit nehmen fürs kochen und essen. Man sollte während des Essens auch nichts trinken, dies hemmt wohl das Verdauungsfeuer. Die Abstände zwischen den Mahlzeiten sollten 4 bis 6 Stunden betragen.
Bewegung von Körper und Geist: Ausserdem sollte man täglich leichte Körperübungen ausführen und innehalten/ meditieren.
Ein paar Dinge hieraus mach ich täglich, wie die Zungenreinigung und Zitronenwasser gleich nach dem Aufstehen zu trinken… Ölziehen nur am Wochenende, das braucht a bissal Zeit und Muse… die Selbstmassage immer wieder, weil ich merk dass es mir gut tut, oder die Füße vorm schlafen massieren. Ich bau die Bewegung gern in den Alltag ein, ich fahre meine 8-9 km in der Früh mit dem Rad in die Arbeit, immer außer es waschelt oder liegt Schnee – das tut so gut, statt Stau zügiges Vorankommen, man wird gleich munter und bekommt viel mehr mit vom morgendlichen Leben.
Anderes wie zum Beispiel bewusst essen oder Meditieren vernachlässige ich momentan leider ziemlich. Gegessen wird im Vorbeigehen oder vorm Fernseher und meditieren… hmmm, der Schweinehund. Mir würde das sehr gut tun, ich weiß es, trotz dieses Wissens schaff ich es momentan nicht. Aber die Zeit wird wieder kommen, für alles gibt es eine Zeit.
Schönen Tag noch ihr Lieben, freu mich über weitere Ideen, Ayurveda/ Gesundheitsrituale, Anregungen oder Fragen!

Nackt sein

56b6256b-m3

Zieht euch aus liebes Volk, macht euch nackig.

Kennt ihr das Gefühl nackt in einen See zu springen und zu schwimmen? Wenn nicht oder schon sehr verblasst, wieder machen!!! Geheimtipp, Tretboot mieten, raus in die Mitte vom See, und rein ins Wasser, dann sieht einen keiner. Gefühl der Freiheit, übermäßig.

Barfuß gehen. Barfuß laufen. Durch Wiesen, Wälder, Schotter. Mein Favourite ist aber Asphalt, nach warmen Sommerregen. Spüren, den Boden, das Wasser der Pfützen auf der Haut. Unsere Körper brauchen Luft. Die sind nicht für ständig eingequetscht sein gemacht. Wenn man ein bisschen achtet, hört man das auch genau, wann der Körper was will.

Beim Barfuß laufen werden die Fußreflexzonen stimuliert, somit wirkt es sich positiv auf den gesamten Körper und Organe aus. Zudem fühle ich mich gleich wieder positiver gestimmt, wenns mir mal mies geht, vielleicht weil es uns mit Mutter Erde verbindet. Erdet. Zentriert. Fokussiert.

Barfuß laufen vermag sogar die meisten Fehlstellungen bei Kindern und Jugendlichen zu korrigieren!!!

Dazu find ich ganz wichtig auch öfters mal ganz nackig zu sein.

Speziell die Intimzone freut sich nachts  mal atmen zu können, so können sich Bakterien weniger vermehren! Man schläft außerdem nackig besser, weil man im Schlaf niedrigere Temperaturen braucht und glaubt man diversen Artikeln, hält oder macht es schlank. 😉

An die Frauen, bitte auch den BH zuhause öfters weglassen, besonders die Bügel-Bhs. Es gibt Frauen die schlafen sogar mit BH. BITTE NICHT! Ob es nun stimmt oder nicht dass BH tragen auch das Brustkrebsrisiko erhöht konnte ich nicht ergooglen, es gibt eine Studie die es beweist, eine andere die es widerlegt. Mit Sicherheit schränkt der BH aber die Lymphdrainage ein, was schon mal nicht toll sein kann. Laut einem französischen Sportmediziner ist aber nichts Wahres dran daß der BH den Busen davon abhält zu erschlaffen. Im Gegenteil, das Brustgewebe straffte und festigte sich bei den BH-losen. Wie er das feststellte? Er hat 15 Jahre lang Brüste vermessen. Allerdings nur Brüste junger sportlicher Damen mit kleineren Oberweiten. 😉

Und weil wir ja leider/ oder zum Glück nicht immer nackig rumlaufen können oder sollten, noch ein paar Ideen zum Kleiderkauf. Kauft weniger, dafür qualitativ hochwertigere Sachen. Ich bevorzuge Naturfasern mit pflanzlichen Ursprung wie Baumwolle, Leinen und Chemiefasern natürlichen Ursprungs wie Viskose. Meine neusten 2 Lieblingstops sind aus Modal, dieser Stoff wird wie Viskose aus Holz hergestellt, jedoch mit einem anderen Verfahren. Modal ist ein bisschen fester, trocknet schneller und fällt sehr schön, wie ich finde.

Achtung beim Schuhkauf. Hier ist es noch wichtiger auf Qualität zu achten. Da falsche Schuhe über einen längeren Zeitraum getragen, Schäden am ganzen Bewegungsapparat anrichten können! Wichtig hierbei ist die Abwechslung, verschiedene Absatzhöhen, mal Barfuß, nicht jeden Tag der gleiche Schuh (wegen den Bakterien). Natürlich brauchen wir auch nicht auf High Heels oder modische Schnäppchen zu verzichten, der Spaß soll ja nicht zu kurz kommen, aber vielleicht dann auf a paar Stunden Tragezeit beschränken.

So viel für heut ihr Nackedeis, schönes blankziehen noch! 😉

Und ja! ich freue mich über Kommentare, Ideen, Verbesserungsvorschläge, Pros und Kontras was auch immer!

 

Yoga

8b770b0d.m

Yoga hält mich gefesselt…schon 2, 3 Jahre. Meine erste richtige Yogastunde hatte ich bei einer faszinierenden Frau, gebürtige Mexikanerin. Sie strahlt was wunderbares aus, sie strahlt. Ihre Energie, ihre Präsenz, ihre Ruhe. Ich wollte das auch, so sehr. Das war mein erster Schritt zum Yoga. Nach einigen Jahren Qi Gong wechselte ich nun zu Yoga Stunden.

So sehr ich durch Qi Gong zu Ruhe und Kraft fand, so sehr war ab da an das Yoga faszinierender, mehr Bewegung mehr Dehnung, aktiver, jünger.

Yoga ist eine indische philosophische Lehre, die körperliche und geistige Übungen umfasst. Die Asanas sind die bekannten körperlichen Übungen, Meditationen und Atemübungen sind bei unseren Yogastunden immer auch Fixpunkt. Der Meditation im speziellen möchte ich einen eigenen Artikel widmen, da sie für mich einen sehr hohen Wert hat und in der schnellen körperlichen sportlichen Gesellschaft noch unterschätzt wird.

Zum Glück hab ich durch Zufall eine weitere wunderbare Lehrerin gefunden, die nur 5 Gehminuten von mir in einer Pfarre unterrichtet. Das ist so angenehm und der Schweinehund hat gar keine Chance. Ich freue mich immer auf die Stunde (bzw. sind es 1,5 h mit anschließendem gemeinsamen Teetrinken und plaudern). Mein Sohn meinte mal, ich sei so lieb wenn ich vom Yoga heimkomme. Ja bestimmt, tiefenentspannt und das spürt natürlich auch er.

Eine einfache Übung/ Stellung hat mich von Anfang an gefesselt und so viel gegeben. Die Kindchenstellung oder Garbhasana. Eigentlich liegt man nur zusammengekauert auf der Matte, aber doch so wie man sonst nicht liegt und man kann sich mit der Stellung so viel Liebe selbst geben. Es ist eine unheimlich tröstende Position.

Die wohl bekannteste Bewegungsabfolge ist der Sonnengruß. Er lässt sich schnell im Leben integrieren und es reicht schon 10 Minuten Zeit. Der Sonnengruß aktiviert Körper, Geist und Seele. Verdauung wird angeregt, durch die Aufwärts-Bewegung der Hände wird dem Kopf gleich „Freude“ zugerufen.

Yoga hat unzählige positive Eigenschaften auf Körper und Geist, viele davon wissenschaftlich bewiesen. Unser Gedächtnis wird verbessert, der Hormonhaushalt ins Gleichgewicht gebracht, dadurch hat Stress weniger Chance, unser Immunsystem wird stabiler, man entwickelt ein gutes Körpergefühl und stärkt den gesamten Bewegungsapparat, keine Chance den Rückenschmerzen…

Ich auf jeden Fall schreite durch Yoga aufrechter, achtsamer, gelassener und selbstbewusster durchs Leben.

Namaste

ist dann der Gruß zum Abschied (wörtlich „Verehrung dir“) und man faltet die Hände senkt den Kopf und dankt damit sich selbst, dem Lehrer und den Mit-Yogis für die Zeit die man sich und dem eigenen Körper Geist und Seele geschenkt hat.

Die Mexikanerin Ariadna Castorena hat eine eigene Homepage und einen tollen Blog über Yoga und Ayurveda http://ariadnacastorena.com/

Für Interessierte, die Stunden von denen ich sprach finden in Salzburg Gnigl immer Dienstag abends um 17:45 statt. Für genauere Infos bitte kurze Mail.

Kinesiologie

kinesiologie 1

Einer der wohl wichtigsten Punkte für mich in dem ganzen Prozess war der Gang zur Kinesiologin, vielleicht auch für dich? Jahrelang versuchte ich mit Hilfe von Selbsthilfebüchern und auch Videos oder Webinaren an mir zu arbeiten, sodaß mein Leben leichter und wunderbarer wird. Aber jetzt war da diese hohe schwarze Mauer und ich musste einen Weg finden diese zu überwinden.

Der erste Schritt und auch der schwierigste war mir einzugestehen, daß ich alleine nicht mehr weiterkomme. Ja ich brauche Hilfe!

 Die Kinesiologin die ich dann im Internet gefunden habe war mir auf Anhieb am Telefon schon sympathisch und sie meinte es sei normal, daß ich nicht mehr weiterkomme. Es sind manche Glaubenssätze (wie „Ich bin nicht gut genug“ oder „Ich darf nicht glücklich sein“) in unserem Unterbewusstsein so tief verankert, so tief kann man selber gar nicht buddeln. Mit Hilfe von verschiedenen Methoden aber kann sie mir dabei helfen, diese Blockaden und falsche Glaubenssätze aufzuspüren, schauen woher, von wem sie kommen, sie diesem Menschen energetisch zurückzugeben oder aufzulösen.

 Ein Kinesiologe wird zuerst mit dir ein längeres Gespräch führen. Warum bist du da? Was willst du ändern? Mit wem oder was hast du Probleme? Eventuell wird er mit dir einen neuen Glaubenssatz erarbeiten. Diese Therapeuten arbeiten mit dem sogenannten Muskeltest. Die Erstreaktion unserer Muskeln, die angeblich nicht beeinflussbar ist, gibt Aufschluss darauf wo es hackt. Zum Entstressen der Themen stehen dann das Pendel, farbige Brillen oder das Ausklopfen der Meridianpunkte zur Verfügung. Welche der 3 Methoden die richtige ist, verraten wieder deine Muskeln.

 Ich weiß nicht genau wie das Ganze funktioniert, aber JA es funktioniert!!! Während der Sitzung konnte die Therapeutin so vieles erkennen, das nahm mir die Zweifel. Und daß sich da ganz viel tut, verriet mein Körper dann nach dem Entstressen der Themen durch Tränenausbrüche und Zittern am ganzen Körper. Diese Reaktionen sind normal und sollten auf keinen Fall zurückgehalten werden.

 Tränen säubern unseren Geist, sie waschen nicht mehr brauchbares weg. Sie reinigen das Auge und die Seele. Wir sehen wieder klarer.

 Wir gehen zum Arzt wenn wir körperliche Schmerzen haben, warum lassen sich nur die wenigsten von uns auch bei psychischen Wehwechen helfen. Vor allem wo wir doch mittlerweile auch wissen, daß viele Krankheiten durch den Geist ausgelöst werden. Eine Sitzung kostet bei der Kinesiologin nicht viel mehr als ein Friseurbesuch mit Waschen, Färben, Schneiden aber du hast viel länger was davon. Und nein, nicht nur du hast was davon wenn du ordentlich in dir aufräumst. Dein Umfeld profitiert davon, deine Kinder, die Kindeskinder und sehr wahrscheinlich auch die Ahnen und Urahnen.

 Schon nach der 2. Sitzung meinte diese Therapeutin, eine wunderbare Frau, das wärs, es ist aufgeräumt. Auch mein Gefühl war mehr als gut, yeeeesssss!

 Natürlich ist auch jetzt nicht immer nur Sommer, Sonnenschein und Schokolade.

Aber ich hab einen neuen Weg eingeschlagen, einen komplett neuen Weg. Ein Weg den wundervolle Blumen schmücken, Schmetterlinge begleiten mich, aber da und dort sind auch Dornenbüsche und Felsen und das ist gut so. Denn Leben heißt Lernen.

Hier noch der Link zu meiner Kinesiologin/ Lebensberaterin: Alexandra Kurz

Berührungen

3e1cc22a.m 

Berührungen berühren, sie beruhigen, bringen Friede mit sich, Einheit, sie trösten, bestärken und wärmen uns.

Alles ist gut in dem Moment. Du bist nicht alleine. Wir können alles schaffen.

Egal wen wir zärtlich berühren, ob es nun das geliebte Kind ist, der eigene Hund, die Nachbarskatze, die Schwester, einen guten Freund oder auch „nur“ eine/n Bekannte/n. Mancheiner umarmt gern Bäume, ich gebe es zu, auch ich habs probiert ;).

Ganz besonders intensiv ist natürlich die Berührung des Partners, der großen Liebe. Hier schaffen wir es Berührungen sehr tief gehen zu lassen. Zu verschmelzen. Zeitlos. Atemlos. Spüren. Das männliche und weibliche das zusammengehört verschmilzt für Augenblicke und wir fühlen uns ganz, sofern wir es zulassen.

Genau das fehlt oft in der heutigen schnelllebigen Gesellschaft. Zeit, lassen, sein lassen, zulassen. Beziehungen nicht zu schnell fallen lassen. Sich wieder einlassen, Berühren, mit den Händen und mit dem Herzen.

Genauso schwierig das Akzeptieren des Allein seins. Auch ohne Partner sich ganz zu fühlen.

Besonders für all die Singles da draußen, schaut, daß ihr zu Berührungen kommt, wie auch immer. Eine Umarmung wirkt scheinbar erst richtig gut ab 20 Sekunden, verlängert die Umarmungen, seit herzlich, im Notfall bucht eine Massage. Ich umarme mich manchmal selbst, nicht lachen jetzt 😉 die Sonne und den Wind auf der Haut spüren, die Tropfen der Dusche, danach schön einölen. Wie auch immer.

Wir Menschen brauchen Berührungen, damit es uns gut geht, nicht nur das, sie sind lebensnotwendig. Grausame Experimente mit Babys zu Zeiten Kaiser Friedrich II bewiesen dies. Um herauszufinden welche Sprache die Säuglinge sprechen würden, wenn keiner mit ihnen spricht wurden sie nur gestillt und gebadet. Bis auf den Säugling dessen Bettchen am nächsten an der Tür stand, der dadurch ab und an Streicheleinheiten der Putzfrau erhaschte, starben angeblich alle.

Ein Experiment in den 50er Jahren dann von Harry Harlow mit Rhesusbabyaffen zeigt, daß das Kuscheln mindestens genauso wichtig ist wie die Futtergabe. Nur mit Drahtgestellmutter, an der sie trinken konnten wurden sie extrem verhaltensauffällig. Die Affen, die zusätzlich eine kuschelige mit Handtuch überzogene und affenähnliche Puppe im Gehege hatten, erging es da schon besser.

Also, schönes kuscheln noch!