Erdbeerwoche – Kraft statt Krampf

2017-04-07 07.46.31

 In der Regel schmerzt die Regel, es blutet, ist unangenehm, man ist nicht so belastbar, braucht Ruhe und sollt immer a Klo in der Nähe haben, Sex gibt’s auch eher nicht und man sollte besser dunkel tragen und beim Baden aufpassen dass ja nichts rausschaut. Es liegt auf der Hand dass viele von uns sagen: „Oh Mann schon wieder?“
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Bei mir wars ganz schlimm…
schon als junges Mädchen musst ich oft einen Tag im Monat mit Megakrämpfen im Bett verbringen. Solch niederreissender Schmerz, der einen Nahe der Ohnmacht bringt, kannte ich bis dahin nicht.
Später bemerkte ich dass meine 4 Tage Sommerurlaub immer genau so fielen, dass ich natürlich da die Regel bekam. Na Toll!
Den Höhepunkt erreichte das ganze dann vor einigen Jahren, wo ich aufgrund der Kupferspirale sehr sehr stark blutete, dadurch auch schon in mega peinliche Situationen kam und zb. eine Bar und einen gutaussehenden Mann fluchtartig verlassen musste. Die erste Spirale war 5 Jahre bis auf die starken Blutungen ok…
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Mit der 2. Spirale begann das Desaster… Eierstockentzündungen die dann schon chronisch wurden und somit Schmerz nicht nur während der Periode sondern während der gesamten 2. Zyklushälfte (2 Wochen pro Monat juchuu). Gleich entfernen wollte ich die Spirale auch nicht, erstens wusste ich ja nicht sicher dass sie der Auslöser war, zweitens wie sollte ich denn sonst verhüten wenn ich keine Hormone vertrage? Ich versuchte so einiges um dem „Herr“ bzw. „Frau“ zu werden, aber schlussendlich blieb mir nichts andres übrig als die Spirale ziehen zu lassen.
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Das erste was ich danach tat war mir einen mordsteueren Verhütungscomputer zu kaufen, weil zur Verhütung sich selbst vertrauen um Gottes Willen, never… wird uns ja auch schon von Pupertät an eingetrichtert.
Der Computer war ein bisserl ein Reinfall… die wenigen grünen Tage waren gemein… aber für die Temperaturanzeige war er doch von Vorteil.
Ich machte mir selbst Kurven… rechnete, googelte, beobachtete den Zervixschleim und mich selbst… horchte hinein, wie passt was zusammen undundund.
Ich las Artikel über Naturvölker die diverse Nahrungsmittel regelmäßig als Verhütungsschutz verzehrten. Besonders die Wild-jams Wurzel stellt angeblich einen sehr guten Verhütungsschutz dar, leider wird der Schutz durch Zucker in der Nahrung, Alkohol und Zigaretten vermindert. Und dem Zucker ganz zu trotzen hier in unseren Gefilden traut sich wohl keiner so ganz drüber…
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Der große Vorteil bei der ganzen Sache ist dass ich nun meinen Körper sehr gut kenne. Ich spüre auch meistens den Mittelschmerz (ein leichtes Ziehen beim Eisprung), was praktisch ist bei der natürlichen Verhütung.
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Meine Schmerzen während der Blutung haben sich glücklicherweise gelegt,
dabei mitgewirkt hat sicher meine Einstellung dazu, ich weiß nun dass die Monatsblutung Giftstoffe aus dem Körper schwemmt und dies auch der Grund ist warum Frauen länger leben als Männer. So kann ich die Blutung dankbar hinnehmen. Schaut auch auf die Ernährung vor der Regel, bzw. auf die Verdauung!
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Mit der Menstruationstasse hab ich eine bessere Alternative zu den O.B.s gefunden. Viele Frauen empfinden weniger Schmerzen damit. Es hält viel länger dicht, ich spür es nicht, kein lästiger Faden, beim Baden saugt sich nichts an und es ist gesünder und viel umweltfreundlicher.
Zur Menstruationstasse habe ich auf meiner Facebookseite „Tanzfeder“ schon mal einen kurzen Text gepostet, weil ich so begeistert davon bin!
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Ich genieße es Frau zu sein, in vollen Zügen. Kleider tragen, Haare im Wind wehen lassen, kokettieren, einen wunderbaren Sohn geboren zu haben, Blümchen im Haar, auch mal hilflos sein dürfen, tanzen, ja auch meine Tage und nun versuche ich noch meine Stimmungsschwankungen zu lieben!!! 😉
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Was liebst du am Frau-Sein?
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Vergebung und der Hund

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Immer wieder werde ich verständnislos gefragt: „Warum machst du das?“

Die supersüße Goldie-Hündin die immer wieder mal wochenweise und über den Winter bei mir ist, obwohl ich mit dem Besitzer nicht mehr zusammen bin. Sogar Spaziergehbekanntschaften, die nicht mal genaueres über mich und ihn wissen, pikieren sich.

Da heißt es: „Wie kann der nur seinen Hund den ganzen Winter allein lassen?“ oder „Warum hat er einen Hund, wenn der eh ständig bei dir ist?“ Oder „Haha, warum tust du dir das an?“

Ich liebe Hunde! Schon lange! Ich habe mir schon immer einen Freund mit Hund gewünscht… dann war er da! Irgendwann war er wieder weg. Und ja es war unschön und er (nicht der Hund, der Ex) hat mich sehr verletzt. So was konnte ich tun?

Entweder sauer und grantig dahinschmollen, nie wieder ein Wort mit ihm reden und auch den Hund aus meinem Leben verlieren oder VERZEIHEN und somit den wunderbaren Hund in unserem Leben behalten.

Was bringt mir der ewige Groll, nämlich gar nichts!  Ich sag euch leicht wars nicht, ich war sehr wütend aber irgendwann war die Wut gegessen und ich konnte die Situation akzeptieren. Es mag nicht alles richtig sein was er (das Herrchen) gemacht hat oder tut, aber es bringt mir nichts ewig sauer zu sein, damit schade ich nur mir ! Hierbei hilft es auch oft sich in den anderen hineinzuversetzen.

Fakt ist:

Ich und mein Sohn lieben unsere Teilzeithündin. Wir genießen die Zeit wenn sie bei uns ist. Sie gibt uns so viel Wärme, sie zeigt uns wie man im Jetzt lebt, sie fordert uns, sie schenkt uns viel frische Luft und Bewegung. Sie singt mit wenn Tobi Flöte übt ;).

Hunde urteilen nicht, sie lieben uns wie wir sind und das schätzt vor allem mein Sohn. Jeden Tag ist das letzte was er macht mit der Hündin kuscheln und morgens noch in Decke gehüllt legt er sich zu ihr auf den Boden. Ich habe das Gefühl er holt sich damit Liebe und Energie damit er in den Tag starten kann. Sie spürt wenn ich traurig bin und kommt her und an einsamen Single-Wochenenden weiß ich beim Gassi-gehen treffe ich immer Leute mit denen ich leicht ins Gespräch komme.

Was ich auch sehr faszinierend finde ist das Hunde angeblich so „hilfsbereit“ sind dass sie oft Krankheiten der Herrchen übernehmen. Es gibt Signalhunde für Diabetes und Epilepsie, Partnerhunde, Behinderten-begleithunde, Spürhunde, Lawinenhunde. Da sieht man erst was Hund alles kann. Wie viele Menschenleben wohl schon von Hunden gerettet wurden?

Ja manchmal stresst es mich früher aufstehen und vor der Arbeit im Regen raus zu müssen oder Mittag schnell nach Hause damit der Hund raus kann. Nachts wenn ich wieder aufwache weil sie draußen am Holzboden herumtapst oder im Sommer nicht an jeden See fahren zu können wo ich hin will. Aber das gehört dazu und die Verantwortung ist der Grund warum ich momentan keinen eigenen Hund haben will.

Teilzeithund ist für mich perfekt! Und sie kennt es von Anfang an bei verschiedenen Menschen zu sein und genießt das! Ich glaube sie ist gerne bei uns. Ich bin sehr dankbar sie in unserem Leben zu haben…

Erzähl mir über deine Erfahrungen mit Haustieren…was habt ihr zusammen erlebt? Oder wie gehst du mit Groll um? Ich freu mich auf deinen Kommentar!

Advent, Besinnung und der Tod

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Sehr kurze Tage, sehr lange Nächte, Stille, Dunkelheit, Kälte… Eine Jahreszeit, die vielen von uns verhasst ist, die uns fast zur Stille zwingt, zu sich finden, viel Schlaf, Ruhe erlangen.

Alle Jahreszeiten haben ihre Berechtigung, ihren Sinn. Besonders für die sehr Aktiven von uns, die kaum still sitzen können, wie so manche männliche Exemplare 😉 ist es ratsam auch mal die Stille zu leben und zu genießen. Laut Hr. Rüdiger Dahlke sind ja die meisten Alterserscheinungen wie der Verlust des Gehörs und Beeinträchtigungen des Bewegungsapparates genau dazu da, den immerzu Aktiven noch dazu zu bringen mal in sich zu gehen, weil dies auch gelebt werden muss.

Im Winter stirbt scheinbar vieles in der Natur, in Wahrheit legt es sich schlafen und bereitet sich für neues vor. In diesem Sinne möchte ich gern heute über ein Thema schreiben, welches mir sehr am Herzen liegt, der Tod:

Vor einigen Jahren wurde Anfang Dezember bei meinem Vater eine tödliche Krankheit diagnostiziert. Ohne Chance auf Heilung oder Besserung. Er hatte höchstens noch 6 Monate zu leben. Für uns war das alle ein großer Schock. Bis dahin war meine größte Angst der Tod, ich hasste es einen Leichenwagen zu sehen, ich konnte so gar nicht damit umgehen.  Dank meinem Papa lernte ich nun den Sensenmann zu akzeptieren, als Gefährten zu sehen und nicht als schrecklichen schwarzen Unbekannten.

Mein Vater wollte zu Hause bleiben und auch dort sterben. Erst wollte unser Verstand nicht akzeptieren- im Krankenhaus würde er wohl länger am Leben bleiben, außerdem muss man sich dann selbst nicht so sehr damit befassen. Wir scherzten noch mit Papa, ob er Weihnachten wenigstens noch mit uns feiere und er stimmte zu. In den Weihnachtsferien dann konnten wir auch zu Hause sein und Mama unterstützen, denn mit Papas Gesundheit ging es  bergab. Heiligabend und am ersten Weihnachtsfeiertag raffte er sich noch auf  um wie versprochen mit uns zu feiern. Danach war er meist im Bett. Er aß kaum etwas und wir alle, Mama, meine Schwester, mein Sohn und ich verbrachten viel Zeit mit ihm am Sterbebett.

Papa hatte sein Leben gelebt… er hat immer geraucht und auch den Alkohol nicht gemieden. Er meinte immer er möchte sein Leben gerne kurz aber dafür intensiv leben. Er hatte zum Zeitpunkt der Diagnose schon viel gemistet, ich denke er hat es schon gespürt. Dieses Wissen, daß er in Frieden von dieser Welt geht war für mich eine sehr heilende Erfahrung. Er hat sich nicht gewehrt… er hatte es geschehen lassen. Papa ist am Silvestertag in seinem Bett zu Hause gestorben. Die 2 Tage zuvor war er schon nicht mehr ansprechbar. Er wollte uns wohl frei ins neue Jahr entlassen. Dieser Frieden im Zimmer, in seinem Gesicht, das alles entsprach nicht meiner Angst vor dem Tod…. Es änderte Alles!

Ja sicher waren wir mehr als traurig, so viel Tränen wie ich damals vergossen habe. Aber wir waren traurig weil er scheinbar nicht mehr bei uns war. Ich wollte noch so viel mit ihm reden, erleben, ihn um mich haben, seine Unterstützung. Aber der Tod selber, nein er ist nicht böse!

Die Monate danach hab ich viele Bücher gelesen, über Nahtoderfahrungen und Ähnliches. Ich habe gemerkt dass bei uns irgendwas sehr falsch läuft mit diesem Thema. Es wird todgeschwiegen,  schwarz getragen, Kinder werden davon ganz fern gehalten. Natürlich bekommt man dann Angst vor diesem unbekannten „Unheilbringer“.

Es gibt Länder da wird mit dem Thema viel natürlicher umgegangen. Alte Menschen spüren, bevor es soweit ist, laden Freunde und Verwandte ein um die letzten Tage mit ihnen zu verbringen, sich zu verabschieden und ja auch zu feiern! 🙂

Auch hab ich damals für mich die Sicherheit gefunden, daß es nach dem Tod nicht aus und vorbei ist. Es bleibt was, die Seele existiert. Es gibt auch viele Beweise für die Wiedergeburt, was mein Gefühl und meine Intuition bestätigte. Und ich habe gelernt,  jedes Leben dient unserer Weiterentwicklung. Nichts lernt man hier umsonst, alles bleibt. Und somit hat hier für mich alles einen Sinn. Yes! 😉

Und jetzt hören wir auf Novemberwetter-Trübsal im Dezember zu blasen, zünden uns ein paar Kerzerl an, schicken a paar Busserl an die Geliebten die nicht mehr unter uns weilen, machen Tee, backen Kekserl, hören Weihnachtslieder, legen uns in die Badewanne, lesen, meditieren oder faulenzen einfach :).

Lasst uns diese schöne stille Zeit voll und ganz auskosten und zelebrieren….Wunderschönen 3. Advent euch  allen!

Mantras Singen

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Kannst du singen?

Ich behaupte mal jeder kann singen!

Nur in unserer Leistungsgesellschaft wird das wohl nicht immer so gesehen!

Singen öffnet unser Herz und oft auch das der Zuhörer, es verbindet uns mit dem Rest der Welt. Es lässt uns Emotionen besser spüren, Trauer, Verzweiflung, Wut darf intensiv dasein und dann gehen. Schöne Gefühle wie Freude und Liebe werden verstärkt.

Singen vertieft die Atmung, erhöht die Herz – Kreislauf Fitness, bringt die Hormone auf Trab (macht uns daher glücklich) und stärkt das Immunsystem.

Singen verbindet doch irgendwie Kulturen, kann man sagen es ist unsrer aller „Muttersprache“?

Speziell möchte ich euch heute über meine Mantra-Singgruppen-Erfahrung berichten.

Ich selbst singe ja gerne, spiele auch Gitarre aber normalerweise nur in meinen 4- Wänden. Sehr schade, Hinderungsgrund wieder mal nur das fehlende Selbstbewusstsein ☹. Das ändern wir 😊! Meine Gruppe findet in einem größeren Raum in einer Pfarre statt. Der Organisator/ Sänger/ Begleiter ist ein sehr lieber angenehmer Bekannter von mir. Er nimmt immer viele Kerzen mit, um eine wundervolle Atmosphäre zaubern. Zusätzlich gibt es einige Kannen diverse Tee´s (Chai-Latte, Kräuter, ja sogar Hanftee gabs).

Wir Teilnehmer (ca. 30 – 40 sinds schon meist) machens uns im Kreis um die Kerzerl am Boden, Sitzkissen, Yogamatten usw. gemütlich, viele haben auch Decken mit. Wenn man öfters kommt, entdeckt man bekannte Gesichter aller Altersgruppen, es sind aber auch jedes mal neue dabei.

Dann geht’s endlich los, Paul stimmt die Lieder an und begleitet uns mit Gitarre oder Shruti-Box. Liedermappen sind vorhanden. Aber noch besser man spürt die Lieder, nach einigen Wiederholungen singt man mit dem Herzen mit. Die Lieder/ Chants/ Mantras kommen aus verschiedenen Kulturen (Heimatlieder, englisch oder Sufi Lieder), allesamt vom Text her äußerst positiv, viele von Paul selbst komponiert. Um einige Liedernamen zu nennen: „Schläft ein Lied in allen Dingen“, „Om Shanti Om“, „door of my heart“, „I bin so daham“.

Wie geht’s mir dabei?

Die Verunsicherung ist bald dahin, aufgrund der liebevollen Stimmung und netten Menschen. Außerdem kann/ soll man sich zwischendurch auch hinlegen und nur lauschen. Kein Zwang nichts. Erst hab ich mehr zugehört, aber immer mehr wollte meine Stimme mitmischen und tat das bald und ohne Scham – wundervoll! Aber das Beste war diese unglaubliche Energie in dem Raum in dem verschiedenste Menschen die gleichen positiven Klänge aussenden. Und vor allem diese Vibration in jeder Faser meines Körpers deutlich spürbar. Die Vibration, die noch kurz nachhallt nachdem das Lied vorbei ist. Also dem trau ich so einiges zu, ja das heilt und so spürbar wie das in meinem Körper war sicher nicht nur die Seele!!!

Die ersten 2 Stunden vergingen im Flug, ich konnte es kaum glauben. Auch die Male danach waren ähnlich intensiv. Und ja ich bin in der Hinsicht selbstbewusster, ich hab seitdem sogar mal auf einer Geburtstagsfeier mit 40 Leut gesungen, zwar nur Gstanzln, aber ich war megastolz 🙂 !!!

Als Ausgleich für Pauls Zeit, gibt man am Ende eine freiwillige Spende in eine Box, aber er freut sich auch unheimlich über gesundes selbstgemachtes! Ich verlinke euch hier mal die Seite von Paul, er ist in Salzburg, Henndorf und Berchtesgaden mit Mantras Singen, Klangreisen und Obertonkonzerten unterwegs.

http://www.paulfreh.at/musik/mantras-chants-mitsingen/

„Wenn einer aus seiner Seele singt, heilt er zugleich seine innere Welt. Wenn viele aus ihrer Seele singen und eins sind in der Musik,heilen sie auch die äußere Welt“ (Yehudi Menuhin)

Ayurvedische Rituale

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Ich habe einige Schönheits-/ Gesundheitsrituale aus dem Ayurveda in meinen Alltag übernommen, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Ayurveda wörtlich übersetzt „Wissen vom Leben“ ist eine indische Heilkunst, die in Asien viele Anwender hat.
Im Ayurveda unterscheidet man 3 Doshas (Lebensenergien) in die man die Menschen einteilt. Darauf möchte ich gar nicht genauer eingehen, sondern Rituale für alle Konstitutionstypen aufzeigen.
Zungenreinigung: Morgens gleich nach dem Aufstehen mit einem speziellen Zungenschaber oder einen umgekehrten Löffel 3 – 4 mal von hinten nach vorne über die Zunge schaben. Besonders auf den hinteren Teil der Zunge achten. Belege und Bakterien werden entfernt, die Zunge wird rosig und Mundgeruch kann behoben werden.
Ölziehen: Nach der Zungenreinigung, aber noch bevor man was trinkt kann man dann Ölziehen.  Man nimmt einen Teelöffel kalt gepresstes Bio- Öl seiner Wahl (Kokosöl, Sesamöl, Sonnenblumenöl) in den Mund und belässt es dort für 15 – 20 Minuten, zieht es hin und her, lässt es in Bewegung. Danach spuckt man es am besten in eine Küchenrolle um die Gifte nicht in den Wasserkreislauf zu lassen. Mit warmen Wasser ausspülen und dann wie gewohnt Zähneputzen. Ölziehen ist ein wirksames, auch von meiner Mundhygiene-Zahnarzt-dame bestätigte Methode zur Verbesserung der Mundgesundheit (gegen Mundgeruch, Karies und Zahnfleischentzündungen), aber auch der gesamte restliche Organismus wird durch die entgiftende und antibakterielle Wirkung entlastet.
Zähneputzen: Gerade teste ich eine ayurvedische Kräuterzahnpasta mit Kräutern wie Nelkenöl, Neem und Ingwer. In der Verwendung sehr ungewohnt, weil sie erstens für uns eine ungewohnte Farbe hat (dunkelbraun) und auch nicht schäumt. Wir sind natürlich den Schaum und das weiß gewohnt und glauben dadurch reinigt es intensiver, was natürlich auch ein Irrglauben ist. Der Geschmack ist sehr angenehm trotzdem wechsle ich ab.
Ölmassagen: Mit kalt gepressten Kokosöl, Mandelöl, Sesamöl oder Olivenöl den gesamten Körper einmassieren, mit streichenden und kreisenden Bewegungen, Fusssohlen nicht vergessen, ca. 10 -15 Minuten einwirken, danach abduschen. Ölmassagen beleben den gesamten Körper, regen die Verdauung an und beugen Krankheiten vor.
Nasenöl: (spezielles oder auch Sesamöl) Auch das liebe ich, einen Tropfen in jedes Nasenloch, reinigt Nebenhöhlen (soll Sehkraft, Stimme und Gedächtniss verbessern ;)).
Abgekochtes Wasser: Morgens bevor man was isst, ein Glas abgekochtes Wasser, eventuell mit einem Spritzer Zitrone, ab und an mit Ingwer trinken, tut unglaublich gut und regt die Verdauung an. Warme Getränke sind im allgemeinen zu bevorzugen.
Bewusst Essen: Sich Zeit nehmen fürs kochen und essen. Man sollte während des Essens auch nichts trinken, dies hemmt wohl das Verdauungsfeuer. Die Abstände zwischen den Mahlzeiten sollten 4 bis 6 Stunden betragen.
Bewegung von Körper und Geist: Ausserdem sollte man täglich leichte Körperübungen ausführen und innehalten/ meditieren.
Ein paar Dinge hieraus mach ich täglich, wie die Zungenreinigung und Zitronenwasser gleich nach dem Aufstehen zu trinken… Ölziehen nur am Wochenende, das braucht a bissal Zeit und Muse… die Selbstmassage immer wieder, weil ich merk dass es mir gut tut, oder die Füße vorm schlafen massieren. Ich bau die Bewegung gern in den Alltag ein, ich fahre meine 8-9 km in der Früh mit dem Rad in die Arbeit, immer außer es waschelt oder liegt Schnee – das tut so gut, statt Stau zügiges Vorankommen, man wird gleich munter und bekommt viel mehr mit vom morgendlichen Leben.
Anderes wie zum Beispiel bewusst essen oder Meditieren vernachlässige ich momentan leider ziemlich. Gegessen wird im Vorbeigehen oder vorm Fernseher und meditieren… hmmm, der Schweinehund. Mir würde das sehr gut tun, ich weiß es, trotz dieses Wissens schaff ich es momentan nicht. Aber die Zeit wird wieder kommen, für alles gibt es eine Zeit.
Schönen Tag noch ihr Lieben, freu mich über weitere Ideen, Ayurveda/ Gesundheitsrituale, Anregungen oder Fragen!

Nackt sein

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Zieht euch aus liebes Volk, macht euch nackig.

Kennt ihr das Gefühl nackt in einen See zu springen und zu schwimmen? Wenn nicht oder schon sehr verblasst, wieder machen!!! Geheimtipp, Tretboot mieten, raus in die Mitte vom See, und rein ins Wasser, dann sieht einen keiner. Gefühl der Freiheit, übermäßig.

Barfuß gehen. Barfuß laufen. Durch Wiesen, Wälder, Schotter. Mein Favourite ist aber Asphalt, nach warmen Sommerregen. Spüren, den Boden, das Wasser der Pfützen auf der Haut. Unsere Körper brauchen Luft. Die sind nicht für ständig eingequetscht sein gemacht. Wenn man ein bisschen achtet, hört man das auch genau, wann der Körper was will.

Beim Barfuß laufen werden die Fußreflexzonen stimuliert, somit wirkt es sich positiv auf den gesamten Körper und Organe aus. Zudem fühle ich mich gleich wieder positiver gestimmt, wenns mir mal mies geht, vielleicht weil es uns mit Mutter Erde verbindet. Erdet. Zentriert. Fokussiert.

Barfuß laufen vermag sogar die meisten Fehlstellungen bei Kindern und Jugendlichen zu korrigieren!!!

Dazu find ich ganz wichtig auch öfters mal ganz nackig zu sein.

Speziell die Intimzone freut sich nachts  mal atmen zu können, so können sich Bakterien weniger vermehren! Man schläft außerdem nackig besser, weil man im Schlaf niedrigere Temperaturen braucht und glaubt man diversen Artikeln, hält oder macht es schlank. 😉

An die Frauen, bitte auch den BH zuhause öfters weglassen, besonders die Bügel-Bhs. Es gibt Frauen die schlafen sogar mit BH. BITTE NICHT! Ob es nun stimmt oder nicht dass BH tragen auch das Brustkrebsrisiko erhöht konnte ich nicht ergooglen, es gibt eine Studie die es beweist, eine andere die es widerlegt. Mit Sicherheit schränkt der BH aber die Lymphdrainage ein, was schon mal nicht toll sein kann. Laut einem französischen Sportmediziner ist aber nichts Wahres dran daß der BH den Busen davon abhält zu erschlaffen. Im Gegenteil, das Brustgewebe straffte und festigte sich bei den BH-losen. Wie er das feststellte? Er hat 15 Jahre lang Brüste vermessen. Allerdings nur Brüste junger sportlicher Damen mit kleineren Oberweiten. 😉

Und weil wir ja leider/ oder zum Glück nicht immer nackig rumlaufen können oder sollten, noch ein paar Ideen zum Kleiderkauf. Kauft weniger, dafür qualitativ hochwertigere Sachen. Ich bevorzuge Naturfasern mit pflanzlichen Ursprung wie Baumwolle, Leinen und Chemiefasern natürlichen Ursprungs wie Viskose. Meine neusten 2 Lieblingstops sind aus Modal, dieser Stoff wird wie Viskose aus Holz hergestellt, jedoch mit einem anderen Verfahren. Modal ist ein bisschen fester, trocknet schneller und fällt sehr schön, wie ich finde.

Achtung beim Schuhkauf. Hier ist es noch wichtiger auf Qualität zu achten. Da falsche Schuhe über einen längeren Zeitraum getragen, Schäden am ganzen Bewegungsapparat anrichten können! Wichtig hierbei ist die Abwechslung, verschiedene Absatzhöhen, mal Barfuß, nicht jeden Tag der gleiche Schuh (wegen den Bakterien). Natürlich brauchen wir auch nicht auf High Heels oder modische Schnäppchen zu verzichten, der Spaß soll ja nicht zu kurz kommen, aber vielleicht dann auf a paar Stunden Tragezeit beschränken.

So viel für heut ihr Nackedeis, schönes blankziehen noch! 😉

Und ja! ich freue mich über Kommentare, Ideen, Verbesserungsvorschläge, Pros und Kontras was auch immer!

 

Yoga

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Yoga hält mich gefesselt…schon 2, 3 Jahre. Meine erste richtige Yogastunde hatte ich bei einer faszinierenden Frau, gebürtige Mexikanerin. Sie strahlt was wunderbares aus, sie strahlt. Ihre Energie, ihre Präsenz, ihre Ruhe. Ich wollte das auch, so sehr. Das war mein erster Schritt zum Yoga. Nach einigen Jahren Qi Gong wechselte ich nun zu Yoga Stunden.

So sehr ich durch Qi Gong zu Ruhe und Kraft fand, so sehr war ab da an das Yoga faszinierender, mehr Bewegung mehr Dehnung, aktiver, jünger.

Yoga ist eine indische philosophische Lehre, die körperliche und geistige Übungen umfasst. Die Asanas sind die bekannten körperlichen Übungen, Meditationen und Atemübungen sind bei unseren Yogastunden immer auch Fixpunkt. Der Meditation im speziellen möchte ich einen eigenen Artikel widmen, da sie für mich einen sehr hohen Wert hat und in der schnellen körperlichen sportlichen Gesellschaft noch unterschätzt wird.

Zum Glück hab ich durch Zufall eine weitere wunderbare Lehrerin gefunden, die nur 5 Gehminuten von mir in einer Pfarre unterrichtet. Das ist so angenehm und der Schweinehund hat gar keine Chance. Ich freue mich immer auf die Stunde (bzw. sind es 1,5 h mit anschließendem gemeinsamen Teetrinken und plaudern). Mein Sohn meinte mal, ich sei so lieb wenn ich vom Yoga heimkomme. Ja bestimmt, tiefenentspannt und das spürt natürlich auch er.

Eine einfache Übung/ Stellung hat mich von Anfang an gefesselt und so viel gegeben. Die Kindchenstellung oder Garbhasana. Eigentlich liegt man nur zusammengekauert auf der Matte, aber doch so wie man sonst nicht liegt und man kann sich mit der Stellung so viel Liebe selbst geben. Es ist eine unheimlich tröstende Position.

Die wohl bekannteste Bewegungsabfolge ist der Sonnengruß. Er lässt sich schnell im Leben integrieren und es reicht schon 10 Minuten Zeit. Der Sonnengruß aktiviert Körper, Geist und Seele. Verdauung wird angeregt, durch die Aufwärts-Bewegung der Hände wird dem Kopf gleich „Freude“ zugerufen.

Yoga hat unzählige positive Eigenschaften auf Körper und Geist, viele davon wissenschaftlich bewiesen. Unser Gedächtnis wird verbessert, der Hormonhaushalt ins Gleichgewicht gebracht, dadurch hat Stress weniger Chance, unser Immunsystem wird stabiler, man entwickelt ein gutes Körpergefühl und stärkt den gesamten Bewegungsapparat, keine Chance den Rückenschmerzen…

Ich auf jeden Fall schreite durch Yoga aufrechter, achtsamer, gelassener und selbstbewusster durchs Leben.

Namaste

ist dann der Gruß zum Abschied (wörtlich „Verehrung dir“) und man faltet die Hände senkt den Kopf und dankt damit sich selbst, dem Lehrer und den Mit-Yogis für die Zeit die man sich und dem eigenen Körper Geist und Seele geschenkt hat.

Die Mexikanerin Ariadna Castorena hat eine eigene Homepage und einen tollen Blog über Yoga und Ayurveda http://ariadnacastorena.com/

Für Interessierte, die Stunden von denen ich sprach finden in Salzburg Gnigl immer Dienstag abends um 17:45 statt. Für genauere Infos bitte kurze Mail.