Berührungen

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Berührungen berühren, sie beruhigen, bringen Friede mit sich, Einheit, sie trösten, bestärken und wärmen uns.

Alles ist gut in dem Moment. Du bist nicht alleine. Wir können alles schaffen.

Egal wen wir zärtlich berühren, ob es nun das geliebte Kind ist, der eigene Hund, die Nachbarskatze, die Schwester, einen guten Freund oder auch „nur“ eine/n Bekannte/n. Mancheiner umarmt gern Bäume, ich gebe es zu, auch ich habs probiert ;).

Ganz besonders intensiv ist natürlich die Berührung des Partners, der großen Liebe. Hier schaffen wir es Berührungen sehr tief gehen zu lassen. Zu verschmelzen. Zeitlos. Atemlos. Spüren. Das Männliche und Weibliche das zusammengehört verschmilzt für Augenblicke und wir fühlen uns ganz, sofern wir es zulassen.

Genau das fehlt oft in der heutigen schnelllebigen Gesellschaft. Zeit, lassen, sein lassen, zulassen. Beziehungen nicht zu schnell fallen lassen. Sich wieder einlassen, Berühren, mit den Händen und mit dem Herzen.

Genauso schwierig das Akzeptieren des Allein seins. Auch ohne Partner sich ganz zu fühlen.

Besonders für all die Singles da draußen, schaut, daß ihr zu Berührungen kommt, wie auch immer. Eine Umarmung wirkt scheinbar erst richtig gut ab 20 Sekunden, verlängert die Umarmungen, seit herzlich, im Notfall bucht eine Massage. Ich umarme mich manchmal selbst, nicht lachen jetzt 😉 die Sonne und den Wind auf der Haut spüren, die Tropfen der Dusche, danach schön einölen. Wie auch immer.

Wir Menschen brauchen Berührungen, damit es uns gut geht, nicht nur das, sie sind lebensnotwendig. Grausame Experimente mit Babys zu Zeiten Kaiser Friedrich II bewiesen dies. Um herauszufinden welche Sprache die Säuglinge sprechen würden, wenn keiner mit ihnen spricht wurden sie nur gestillt und gebadet. Bis auf den Säugling dessen Bettchen am nächsten an der Tür stand, der dadurch ab und an Streicheleinheiten der Putzfrau erhaschte, starben angeblich alle.

Wir Erwachsenen werden wohl nicht so schnell daran sterben, aber vielleicht stirbt etwas in uns dadurch?

Ein Experiment in den 50er Jahren dann von Harry Harlow mit Rhesusbabyaffen zeigt, daß das Kuscheln mindestens genauso wichtig ist wie die Futtergabe. Nur mit Drahtgestellmutter, an der sie trinken konnten wurden sie extrem verhaltensauffällig. Die Affen, die zusätzlich eine kuschelige mit Handtuch überzogene und affenähnliche Puppe im Gehege hatten, erging es da schon besser.

Also, schönes kuscheln noch!